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Am 28.10.2008 22:20 schrieb Conny aus Neuruppin

Lieber Rolf, oft habe ich mich schon persönlich für all die Hilfe, die Du uns entgegengebracht hast bedankt. Heute möchte ich mich in Deinen Gästebuch als Angehörige eines Erkrankten (mein Sohn Marcus) zu Worte melden und mich gleichzeitig öffentlich bei Dir bedanken. Keiner kann sich vorstellen, wie viel Gutes Du für uns in den Jahren getan hast (egal auf welcher Art und Weise). Heute stelle ich immer wieder, anhand des Alters von Marcus fest, wie viele Jahre wir uns bereits kennen und ich bin zufrieden, dass ich mich damals an Dich gewandt hatte. Marcus war damals 5 Jahre als wir zum ersten Mal bei Dir waren. Wir kamen zu Dir mit einer furchtbaren Diagnose für Marcus (infantile Spinale Muskelatrophie – eine schwere Muskelschwunderkrankung, diese betrifft alle Muskeln z.B. Arm-, Atem-, Bein-, Kau-, Herz- und Schluckmuskulatur). Laut den Aussagen der Ärzte hatte Marcus eine maximale Lebenserwartung von 6 Jahren. Da Marcus bereits das 5. Lebensjahr erreicht hatte, war der Druck meinem Sohn irgendwie helfen zu wollen, besonders groß, denn wir hatten nicht mehr viel Zeit. Es war so schlimm für mich als Mutter mit anzusehen, wie die Krankheit fortschritt und ich konnte nichts machen und auch kein Arzt konnte Hilfe bieten. Als ich von Dir erfahren hatte (durch die Zeitung), wollte ich wenigstens noch diese Möglichkeit für Marcus nutzen. Ich war anfangs sehr skeptisch von der Behandlungsmethode und auch von Dir. Bereits nach der 3. Behandlung zeigte Marcus erste Reaktionen. Er konnte seinen Kopf das erste Mal wieder, in seinem Schieberollstuhl halten, was aufgrund der atrophierten Kopfmuskulatur gar nicht mehr ging. Ich war natürlich überglücklich davon und als auch Du noch sagtest, dass wir weiter zu Ärzten gehen sollen und Medikamente nicht allein absetzen sollten, bemerkte ich, dass ich nach anfänglichen Zweifeln, nicht an einen Scharlatan geraten war. Wir waren sogar drei Wochen in Südtirol und als wir nach Hause kamen, war Marcus soweit gestärkt, dass wir einen Elektrorollstuhl beantragen konnten. Mit seinem kleinen Elektrorollstuhl ging für Marcus ein Traum in Erfüllung, allein im Fußballtor zu stehen (fahren). Als Marcus 6 Jahre alt wurde, stiegen meine Ängste immer mehr und ich dachte nur noch daran was die Ärzte prophezeiten. Mittlerweile verließ sein Vater uns, weil er damit nicht umgehen konnte, dass Marcus im Rollstuhl sitzt. Ich wollte meinen Sohn nicht auch noch im Stich lassen und ich nahm mir vor, für ihm zu kämpfen und der Kampf hat sich gelohnt, vor allem Dank Dir, Rolf. Im Sommer des gleichen Jahres wurde Marcus in einer normalen Schule (als einziger Behinderter) eingeschult. Du hast Marcus den Weg geebnet. Du hast ihm (und auch mir) den christlichen Glauben nähergebracht. Bereits als wir das erste Mal in Südtirol waren, hatte Marcus die göttliche Welt gepackt, welche ihm bis heute geholfen hat, nicht nur wegen seinen körperlichen Einschränkungen, sondern besonders für sein Seelenleben. Er hatte vorher nie was von Kirche, Padre Pio, Rosenkranz, Gott etc. gehört, aber er erzählte darüber (mit seinen 5 Jahren damals) mit einer Überzeugung als hätte er von Geburt an nie etwas anderes gehört. Bereits bei den ersten Behandlungswochen konnte er Stifte halten und das Erste was er zeichnete, waren Padre Pio, Jesus am Kreuz und Onkel Rolf (in Jogginganzug). Mittlerweile sind wir 15 Jahre mit dem Glauben konfrontiert. Marcus ließ sich mit 18 Jahren katholisch taufen und er geht in diesem Glauben auf. Dieser Tag war eins seiner schönsten Erlebnisse, und dass Du zu seiner Taufe anwesend warst und als Pate eingetreten bist, machte den Tag noch vollkommender. Aber die Taufe soll von Niemand abhängig sein. Wenn wir bei Dir zu den Behandlungen sind, beten die Patienten und deren Angehörige, meistens vor dem Frühstück gemeinsam mit Dir den Rosenkranz. (Natürlich freiwillig) Mittlerweile freue ich mich morgens auf das gemeinsame Gebet. Der Tag beginnt danach viel bewusster, besonnener und dankbarer, für alles was einen widerfährt oder (widerfahren darf). Die Gemeinschaft, Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft der Patienten untereinander, ist für alle wie Seelenbalsam. Desöfteren darf der eine oder auch mehrere, schon morgens beim Rosenkranzgebet, die Düfte unterschiedlichster Art wahrnehmen (z.B. Rosen/Tabak oder Weihrauchgeruch), womit sich der Himmel/ Padre Pio bemerkbar macht. Manchmal durchziehen die Düfte nur einzelne Personen, Räume oder aber auch machen sie sich bei den Behandlungen bemerkbar. Ich bin kein Katholik (noch nicht), aber ich glaube, dass ich es vom Herzen schon jahrelang bin. Anfangs hatte ich große Probleme, vor allem mit den Düften, die alle außer mir gerochen hatten. Man muss es nur vom Herzen her zulassen, man muss sich einfach öffnen, aber jeder macht seine eigenen Erfahrungen. Ich persönlich habe noch nie eine Behandlung bekommen, aber ich glaube nicht nur die Kranken profitieren von deinen Kräften, sondern auch die Angehörigen. Deine CDs z.B. Vater Unser Interpretation und die Meditations-CDs sind sehr emotional und nachdenklich zugleich. Rolf, Deine Berufung zum Heilen oder lindern der Beschwerden ist eine sehr schwere, und es ist kaum für einen von uns nachvollziehbar, was Du für Kraft investieren musst. Es gibt sicherlich viele schöne Momente, wo sich deine Kraft gelohnt hat. Wie viele Menschen haben Dir das schon bestätigt, wie vielen durftest Du helfen, Beschwerden lindern oder heilen, wie viele waren davon austherapiert. Wir haben in all den Jahren so vielen Menschen begegnen dürfen, denen Du geholfen hast, denen Deine Kräfte zu Teil werden durften. Marcus ist heute 20 Jahre alt und möchte in Zukunft sein Abitur ablegen. Nach wie vor sitzt er in einem Elektrorollstuhl, ist körperlich noch immer stark eingeschränkt, aber seine Seele ist sehr gestärkt. Zwischenzeitlich musste Marcus nachts heimbeatmet werden. In der letzten Zeit hatte Marcus mehrere Behandlungen bei Dir, und die Intensität der einzelnen Behandlungen nahm stark zu. Marcus äußerte Empfindungen (wie Stromschläge) bis in die Beine und es hat Auswirkungen im ganzen Körper. Die Heimbeatmung setzte Marcus auf eigene Verantwortung ab. Seine Lungenärztin empfahl die Beatmung weiterzuführen, weil sich sonst sein Allgemeinzustand drastisch verschlechtern würde. Aber im Gegenteil, gestern waren wir in Berlin im Krankenhaus, zur Untersuchung von Lunge und Herz. Die Lungenfunktion hat sich sogar ohne Beatmung verbessert. Die Herzleistung hat sich gesteigert, obwohl das Herz auch ein Muskel ist und sich eigentlich nicht verbessern dürfte, bei dieser Erkrankung. Auch die Herzfrequenz ist seit Jahren erstmals gesunken. Der Perikarderguss (Wasser im Herzbeutel) hat sich verringert. Wir sind total glücklich, dass sich seit Jahren in irgendeiner Weise Verbesserungen eingestellt haben. Wir erwarten keine Wunder. Bei der Vielfältigkeit dieser Erkrankung ist ein kleiner Fortschritt oder sogar ein Stillstand, wie ein Wunder für uns. Marcus ist ein junger Mann geworden, er hat einen riesengroßen Lebenswillen, ein starkes Seelenleben und einen starken Glauben entwickelt, was einem manchmal erstaunen lässt. Ohne Dich Rolf hätten wir es bis hierher nie geschafft. Wie oft durfte uns Deine Hilfe zu Gute kommen, ohne dass Du irgendeine Gegenleistung von uns erwartet hast. Immer wenn ich dachte bis hierher und weiter geht’s nicht, weiter schaffe ich es nicht, haben Du, Padre Pio oder fremde Menschen uns geholfen. All die Jahre haben wir an Dich, Padre Pio und den Himmel geglaubt, aber man darf nicht nur vom Himmel nehmen, sondern man muss auch etwas dafür tun. Auch in Zukunft werden wir die Hoffnung nicht aufgeben, denn die Hoffnung stirbt, bekannter weise, zuletzt. Vielen Dank für alles Conny

Liebe Conny, lieber Marcus, Danke, dass Du liebe Conny diesen liebevollen Eintrag ins Gästebuch gestellt hast. Er hat mich sehr berührt und während de lesens war ich in einen unbeschreiblichen, wunderschönen und mir noch nicht bekannten Duft gehüllt. Diese Schilderung ist so lebendig und gegenwärtig dass sicherlich Hilfesuchende, sowie auch die Menschen, die mir nicht positiv gegenüber sind, zum Nachdenken angeregt werden. Auch ich bin sehr glücklich dass durch die Gnade und Barmherzigkeit des Himmels, auch wenn es uns oft aussichtslos erschien, unserem lieben Marcus immer wieder geholfen werden durfte. Dafür danke ich unserem Herrn Jesus, unserer liebsten Jungfrau Maria so wie dem liebsten geistlichen Vater, „Padre Pio“. Seid weiterhin stark im Glauben und immer behütet, euer Rolf