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Geistheiler auf Ibiza



Von Anja Dannenberg

Sendung vom 13. September 2004

Von Antje Zimmermann und Anja Dannenberg
Redaktion: Richard Hofer und Christine Voss

Viele kranke Menschen greifen verzweifelt nach jedem Strohhalm, insbesondere dann, wenn die Schulmedizin sie bereits aufgegeben hat. Einige von ihnen reisen auf die Baleareninsel Ibiza. Hier versucht Geistheiler Rolf Drevermann da zu helfen, wo die Grenzen der Medizin erreicht sind. Wie ist diese Art der Heilung zu beschreiben? Gibt es tatsächlich Kräfte, die mit unserem Verstand nicht greifbar sind?

Ibiza ist für viele die Insel der Freiheit und Liebe, für manch einen ist sie gar ein magischer Ort. Auch aus diesem Grund haben sich auf der Baleareninsel einige spirituelle Heiler niedergelassen. Gänzlich ungestört können sie sich hier den Hilfesuchenden widmen. Rolf Drevermann ist einer von ihnen. Er praktiziert im Hotel Los Molinos, unweit vom Zentrum der Inselhauptstadt Eivissa. Der gebürtige Westfale gilt als einer der erfolgreichsten spirituellen Heiler Europas. Vielen schwer kranken Patienten mit den verschiedensten Gebrechen verschaffte der Heiler scheinbar Linderung.

Krebspatient Heinz Schulze beispielsweise hatte nach mehreren Operationen an Darm und Leber alle Hoffnung aufgegeben: „Mein Hausarzt hat mich dann angesehen und hat gesagt: 'Heinz, du willst doch leben. Die Schulmedizin ist vorbei. Ich würde dir Rolf Drevermann empfehlen. Flieg nach Ibiza, solange du kannst, und lass dich von Rolf Drevermann behandeln.’ Ich bin hierher gekommen und wurde von Rolf Drevermann behandelt. Ich kann nur sagen, dass es sehr gut gewesen ist. Ich habe Erleichterung empfunden. Durch die Ausstrahlung, die er hatte, ist mir sehr geholfen worden. Ich habe das Gefühl gehabt, dass man mir die Schmerzen genommen hat, die ich noch vor einen halben Jahr hatte, und dass ich auch Kraft gesammelt habe.“

Beten und Handauflegen

Rolf Drevermann heilt nach eigenen Worten mit geheimnisvollen Kräften. Diese Kräfte beziehe er aus seinem tiefen katholischen Glauben, der heilige Pater Pio sei sein spiritueller Vater. Drevermann beschreibt seine Behandlung so, dass er für die kranken Menschen, die zu ihm kommen, intensiv betet. In einer Art Gruppenmeditation gebe er die durch seinen Glauben gewonnenen Kräfte an seine Patienten weiter, zum Beispiel durch Handauflegen. Während der Sitzungen herrscht absolute Ruhe in dem großen, abgedunkelten Behandlungsraum, in dem sich fast 20 Liegen aneinander reihen.

Vom Gastronom zum Geistheiler

Nicht immer lief alles so gut wie heute. Früher hatte Rolf Drevermann ein ganz normales Leben, erst im Laufe der Zeit wurde er auf seine scheinbare Gabe aufmerksam gemacht: „Ich wurde ins kalte Wasser geschmissen. Da kommen Leute zu mir, und wenn sie mit mir zusammen sind, werden sie gesund. Das fand ich – als Gastwirt in Spanien – zunächst witzig, und ich habe gesagt: 'Na ja, gut' – aber dann passierten diese Fälle wesentlich öfter, und dann fängt man an nachzudenken. Dann kommen solche Gedanken wie: Spinnst du? Spinnen die? Was ist da los? Das hat mir Angst gemacht, schließlich hatte ich Depressionen. Ich habe bestimmt eineinhalb Jahre lang drunter gelitten, und dann hat mir ein Heilpraktiker beigebracht, mich so zu akzeptieren, wie ich nun mal war. Es war kein einfacher Weg, es war ein beschwerlicher Weg, bis man überhaupt damit umgehen kann.“

Kribbeln im Körper

Viele Menschen glauben an die Gabe der Heiler. Mit dem Heilen durch die Kraft des Geistes tun sich aber besonders Schulmediziner sehr schwer. Die übliche Erklärung für die Erfolge von Heilern ist der des reinen Placebo-Effekts. Allenfalls würden die Selbstheilungskräfte des Körpers und die Psyche gestärkt werden. Auch die spontane Selbstheilung wird hin und wieder als Erklärung für eine Genesung angeführt.

Auch die Patienten von Rolf Drevermann selbst verstehen oft nicht, was eigentlich genau mit ihnen passiert. Ein Beispiel ist Harald Heinrichs: „Ich empfinde es so, als ob eine Kraft, ein Strom, irgendwas geht durch meinen Körper durch, ich kann es selbst nicht ausdrücken. Aber es sind irgendwelche Impulse, irgendwelche elektrischen Schläge, die da durch gehen. Muskeln bewegen sich, die ich vorher gar nicht kannte.“

Zusammenarbeit mit Medizinern

Nach der Behandlung treffen sich alle Patienten im Garten des Hotels Los Molinos, um Erfahrungen auszutauschen. Der Effekt ist bei einigen Menschen wahrlich erstaunlich, beispielsweise bei Heinz Schulze: „Ich bin zwölfmal von Herrn Drevermann behandelt worden. Als ich dann im Januar wieder zur Computertomografie zurückgekommen bin in die Universitätsklinik, war die Metastase verschwunden.“

Als Heinz Schulze schwerstkrank nach Ibiza aufbrach, hatte er seine medizinischen Befunde im Gepäck dabei. Rolf Drevermann arbeitet auf Ibiza mit Schulmedizinern zusammen, die die Patienten während ihres Aufenthaltes betreuen. Drevermann: „Trotz meiner Fähigkeiten habe ich einen sehr großen Respekt vor der Schulmedizin. Und die Erfahrung hat gezeigt, die Zusammenarbeit mit der Schulmedizin ist ganz wichtig. Ich könnte mir auch nicht vorstellen, dass sich schwerstkranke Menschen meinetwegen ins Ausland in Bewegung setzen, und hier wird die schulmedizinische Betreuung nicht gewährleistet. Ich arbeite hier unbedingt mit einem Arzt zusammen, der sich mit den Patienten, mit den Diagnosen vorab auseinander setzt – so dass die Hilfe Suchenden abgesichert sind, geschützt sind. Das hat sich als sehr positiv herausgestellt.“

Für Heinz Schulze steht fest, dass an seiner Genesung die Schulmedizin einen entscheidenden Beitrag geleistet hat: „Mir ist von Ärzten geholfen worden, das ist also ganz arg wichtig. Sie haben mich operiert, und ohne die Ärzte würde ich nicht mehr hier stehen – sehr wahrscheinlich. Und Herr Drevermann hat mir wirklich sehr geholfen durch seine Art der Behandlung.“

Deutsches Gesetz gelockert

Unter Geistheilen versteht man die Behandlung von Krankheiten mit der bloßen Kraft der Hände oder der Gedanken. Weltweit praktizieren Heiler – alle auf eine individuelle, teils sehr skurril anmutende Art. Allein in Deutschland behaupten mehrere 1.000 Menschen von sich, solche heilenden Kräfte zu besitzen.

Rolf Drevermann praktiziert auch deshalb im Ausland, weil Heiler bis vor kurzem in Deutschland nicht frei tätig sein durften. Wer die Selbstheilungskräfte des Patienten durch Handauflegen aktivieren wollte, benötigte eine Heilpraktikererlaubnis. Dadurch sollten kranke Menschen vor Scharlatanen geschützt werden. Dieses Gesetz wurde vor kurzem gelockert – darüber ist auch Herr Drevermann froh, aber eine Gefahr sieht er doch: „Gerade in dieser Berufung möchte ich mal sagen, dass man es mit 95 Prozent Scharlatanerie zu tun hat. Und schon damals war mein Vorschlag, man sollte Einrichtungen schaffen – beispielsweise ein Krankenhaus –, wo jeder, der vorgibt, heilerische Fähigkeiten zu haben, hingeht, um dort seine Fähigkeiten unter Aufsicht der Schulmedizin unter Beweis zu stellen. Und dann würde sich, glaube ich, die Spreu vom Weizen trennen.“

Heiler dürfen in Deutschland nun auch ohne Heilpraktikererlaubnis praktizieren, sie müssen die Patienten allerdings schriftlich darauf hinweisen, dass ihre Tätigkeit einen Arztbesuch auf keinen Fall ersetzt. Dieser Hinweis kann dem Patienten entweder als Merkblatt vor Behandlungsbeginn übergeben werden oder auf einem gut sichtbaren Aushang im Behandlungszimmer stehen. Diagnosen dürfen Heiler nicht stellen.

Für Rolf Drevermann steht fest: Es gibt Kräfte, die für unseren Verstand nicht greifbar sind. Er spürt das am eigenen Leib: „Zunächst ist es anstrengend. Viele machen sich da ein total verkehrtes Bild. Sehen mich dort und können nicht wahrnehmen, wie viel Kraft es kostet, wie viel Kraft ich aufopfere, und vor allem im Gegenzug, wie viel Negatives ich aufnehme. Wenn ich mit 20 Leuten am Tag gearbeitet habe, dann bin ich fix und fertig.“ Zeit aufzutanken ist für Rolf Drevermann daher mehr als wichtig. Entweder betet er oder vertieft sich in Lektüren über seinen geistigen Vater Pater Pio. Eine Gesundheitsgarantie gibt Drevermann seinen Patienten nicht, denn er sei schließlich kein Zauberer, sondern ein Mensch.

Eine Behandlung verläuft normalerweise über zehn Tage. Die Sitzungen dauern täglich circa 2,5 Stunden. Wenn man Rolf Drevermann fragt, welches Honorar er sich dafür wünscht, dann antwortet er: etwa 1.000 Euro. Dazu kommen noch die individuellen Reisekosten. Kinder werden kostenlos behandelt.


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