Willkommen

Über Padre Pio
Teleradio Padre Pio
Bücher und Souveniers

Über Rolf Drevermann
Gästebuch

Die Mutter Gottes

Heilige und Selige

Downloads

Verwandte Seelen

Mein Buch, CDs und die DVD

Kontakt


          
Achtung neue Telefonnummer: 0174 8883111

Padre Pios Erhöhung




Die Hl. Messe nähert sich ihrem Ende.
Dutzende von Priestern verlassen den Hochaltar mit den vorn Papst geweihten Hostien in ihren Kelchen und gehen durch die schmalen Gänge weit hinein in die wartende Menge, um Tausenden von Menschen die Kommunion zu verteilen. Etwa 60 zuvor ausgewählte Persönlichkeiten darunter auch Frau Consiglia De Martino, an welcher Gott auf die Fürbitte Pater Pios hin das Wunder der Heilung gewirkt hatte empfingen diese aus der Hand des Heiligen Vaters selbst. Kurz darauf sang Johannes Paul II. das "Ite missa est" und erteilte allen Anwesenden und ihren Angehörigen seinen Apostolischen Segen. In der Prozession seiner Kleriker zog er sich anschließend in die Basilika von Sankt Peter zurück. 

Es dauerte einige Stunden, bis die Menschenmassen den Petersplatz und die angrenzenden Straßenzüge verlassen hatten und sich auf die Suche ihrer zum Teil kilometerweit abgestellten Fahrzeuge machen konnten. 

Für uns war die Feier damit zu Ende, der Heilige Vater jedoch bestieg den Hubschrauber und ließ sich über unsere Köpfe hinweg zum Lateran, seiner Bischofskirche hinüberfliegen, um auch noch die weniger glücklichen Gläubigen, die auf dem Petersplatz und darum herum beim besten Willen keinen Platz mehr hatten finden können, persönlich zu begrüßen und auch sie des Apostolischen Segens teilhaftig werden zu lassen. Von der Loggia aus betete er vor über 150.000 Anwesenden das traditionelle Regina Caeli der Osterzeit und hielt eine Ansprache, in welcher er noch einmal das Leben und Wirken des neuen Seligen vom Gargano als «wahren Sohn des hl. Franz von Assisi» würdigte. 

Zum Abschluß dieses wahrlich besonderen Tages wurde im durch Papst Paul Vl. erbauten Kongreßsaal für 10.000 geladene Gäste ein eigens für diesen Anlaß geschaffenes Oratorium des Komponisten Sergio Rendine uraufgeführt, mit dem Orchester und Chor des "Teatro Marrucino" von Chieti, dem Chor "Adriano Ceccarini" aus Viterbo sowie dem Chor des "Teatro Petruzzelli" von Bari. Startenor unter den Solisten war José Carreras. Der Komponist kannte Pater Pio noch zu dessen Lebzeiten persönlich und konnte sich sogar seiner Freundschaft rühmen. Allein schon das prädestinierte ihn als den gegebenen Künstler für die Schaffung dieses Werkes, der "Missa de Beatificatione". 

Musikkritiker könnten vielleicht einiges an der sonst grandiosen Aufführung auszusetzen haben, etwa daß einige Passagen leicht an Bachs Matthäuspassion, andere an Mozarts Requiem erinnerten, aber es ist wohl nicht sehr negativ zu werten, wenn der Komponist sich von so erhabenen Werken inspirieren ließ. Daß trotz der ausgezeichneten Akustik des Riesensaales manche Partien der Teilchöre nur ungenügend durch die untermalenden Klänge zu hören und zu verstehen waren, lag einfach an der enormen Menge der Sänger, die dadurch nicht alle am günstigsten plaziert werden konnten. 

Mir selbst gefiel bei einem der fünf Rezitanten nicht so sehr die meines Erachtens übertrieben artikulierte Vortragsweise bei der Verlesung von Pater Pios Originaltexten. Pater Pio war kein Schwärmer und schon gar kein Schauspieler. Seine Texte wirken durch ihren Sinn und Inhalt und haben es nicht nötig, in theatralisch betonter Art vorgetragen zu werden. Seine Bekenntnisse sind zart, manchmal sogar verschämt, auf keinen Fall würden sie sich als Vorlage für einen Heldentenor eignen. Aber, wie gesagt, das waren alles persönliche Eindrücke, und sie erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Alles in allem war die Vorführung ein großer Erfolg, die Künstler wurden mit ausgiebigen Ovationen bedacht, besonders als zum Schluß Carreras noch einmal erschien und zu Ehren des Heiligen Vaters ergreifend schön das "Ave Maria" von Schubert vortrug. Nicht enden wollende Beifallskundgebungen belohnten ihn. 

Beeindruckt und nachdenklich strömte die Menge aus dem Saal und aus der Vatikanstadt, und ich glaube, daß ein jeder von uns fühlte, an diesem Tage an einem religionsgeschichtlichen Ereignis ersten Ranges teilgenommen zu haben, von dem die Jüngeren unter uns noch ihren Enkeln mit Stolz berichten werden. 

Der vorletzte Schritt zur Heiligsprechung Pater Pios ist getan. An diesem denkwürdigen 2. Mai 1999 wurde er zur Ehre der Altäre erhöht.
Unserem Herrgott sei Dank! 




zurck    zum Seitenanfang    zur Startseite    E-Mail an Rolf Drevermann    Suchen    Druckvorschau